| Trinkwasserleitung für die Kreiswerke
Cham saniert |
Auftraggeber:
Kreiswerke Cham
Baujahr:
Dezember 2009
Art der Baumaßnahme:
Sanierung eines Trinkwasserdükers
Unsere Leistungen:
- Lieferung der flexiblen Hochdruckleitung
Primus Line® und der Primus Line®- Verbinder
- Einbau des Systems Primus Line®
- Erstellung der Baugrube am rechten Regenufer
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Aufgabenstellung:
Der den Fluss Regen bei Nittenau in der Oberpfalz
querende Düker einer Trinkwasserleitung DN 200 aus duktilem
Gusseisen wies Undichtigkeiten auf, die bei Transportbetrieb
zu einem Wasserverlust von ca. 2 m³/h führten.
Aufgrund der schwierigen örtlichen Situation, der Bauzeit
und der Kosten für einen Dükerneubau entschieden sich
die Kreiswerke Cham für eine platzsparende, schnelle und
kostengünstige Rohrsanierung. Das eingesetzte Sanierungssystem
musste den Anforderungen des Bauherrn gemäß in der
Lage sein bis zu drei gegenläufige Rohrbögen mit 45
Grad / 3D zu durchfahren und dabei auch im Bogen einen Betriebsdruck
der Trinkwasserleitung von 10 bar zulassen. Da die Rohrleitung
des Dükers ca. 2,5 m unter dem Wasserspiegel des Flusses
liegt und undicht war, sollte der Einbau des Sanierungssystems
auch in eine mit Wasser gefüllte Altleitung möglich
sein.
Technische Daten:
| Material Altrohr: |
Duktiles Gussrohr mit Zementmörtelauskleidung |
| Transportiertes Medium: |
Trinkwasser |
| Durchmesser des Altrohres:: |
DN 200 |
| Betriebsdruck:: |
PN 10 bar |
| Eingesetztes System Primus Line®: |
Flexible Hochdruckleitung DN 200 PN 40 bar |
| Gesamtlänge |
80 m |
| Anzahl der Bauabschnitte: |
1 Installationsabschnitt |
| Dauer der Sanierung: |
1 Arbeitstag (Einzugsdauer 80 m / 1,5 Stunden) |
Projektbeschreibung:
Die Kreiswerke Cham entschieden sich für den Einbau des
Systems Primus Line® der Firma Rädlinger. Primus Line®
ist ein mit Kunststoffen beschichteter flexibler Hochdruckschlauch,
der im eigenen Werk der Firma Rädlinger primus line GmbH
mit Längen bis zu 4.500 m nahtlos hergestellt werden kann.
Die vorhandenen Prüfzeugnisse entsprechend der DVGW W270
und der KTW-Leitlinie ermöglichen den Einsatz des Systems
zur Sanierung von Trinkwasserleitungen.
Aufgrund der flexiblen Bauart von Primus Line® stellt das
Durchfahren von Bögen bis 45 Grad in der Leitung kein Hindernis
dar. Einbaulängen für Primus Line® von bis zu
2.500 m sind möglich. Primus Line® kann auch in eine
unter Wasser stehende Bestandsleitung eingebracht werden, da
Primus Line® nicht mit der Rohrwandung verklebt werden muss.
Primus Line® ist selbsttragend. Der hier in den Düker
eingebaute Inliner Primus Line® DN 200 für Trinkwasser
mit 1-lagigem Aufbau hält Betriebsdrücken in der Leitung
von bis zu 40 bar stand.
Bauablauf:
Am rechten Flussufer
wurde eine Baugrube erstellt und die Rohrleitung DN 200 vom
Trinkwassernetz getrennt. Am linken Flussufer konnten die Arbeiten
des Dükers von einem vorhandenen Wartungsschacht aus durchgeführt
werden. Bei der TV-Inspektion der Leitung DN 200 wurden in den
Rohrquerschnitt einragende Ablagerungen entdeckt. Um die Dauerhaftigkeit
der Sanierung nicht zu beeinträchtigen, mussten diese Ablagerungen
durch eine Rohrreinigung mit Metallkratzern entfernt werden.
Der Inliner Primus Line® DN 200 wurde auf eine Trommel gewickelt
zur Baustelle geliefert, vor Ort gefaltet und in das bestehende
Rohr eingezogen. Aufgrund der eingesetzten Falttechnik und der
damit verbundenen Verringerung der Einzugskräfte für
Primus Line® konnte der Liner DN 200 mit einer maximalen
Zugkraft von 9 kN eingebaut werden. Die zulässigen Einzugskräfte
für den Hochdruckschlauch Primus Line® DN 200 betragen
100 kN.
Der Inliner wurde durch die Beaufschlagung mit Druckluft in
eine runde Form gebracht. Nach der Montage der Verbinder Primus
Line®, konnte der sanierte Leitungsbereich einer Dichtheitsprüfung
nach DVGW W 400-2 mit 15 bar unterzogen werden. Mit der Anbindung
von Primus Line® an das bestehende Leitungsnetz wurde die
Sanierung des Dükers erfolgreich abgeschlossen.
Durch die gewählte Form der Sanierung konnte die Versorgungssicherheit
mit Trinkwasser in sehr kurzer Bauzeit und ohne große
Beeinträchtigung des Baufeldes widerhergestellt werden.
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