Verkehrsfreigabe: A44 bei Kassel wächst weiter Richtung Thüringen

Zwei Jahre arbeitete die Niederlassung Leipzig des Rädlinger Bauunternehmens am vierstreifigen Neubau der Autobahn zwischen Hessisch Lichtenau-Ost und Waldkappel-Hasselbach und der Anschlussstelle Waldkappel-Ost.

 Verkehrswegebau
Einweihungsfeier der A44 zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel.
Geladene Gäste und gut 500 Interessierte bei der Einweihungsfeier der A44 zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel.

Ein weiteres Teilstück auf der Autobahn A44 in Hessen zwischen Kassel und Herleshausen ist für den Verkehr freigegeben: Die Einweihung der 11,5 Kilometer langen Strecke zwischen Hessisch Lichtenau und Waldkappel fand Mitte April 2018 statt. Geladene Gäste und gut 500 Interessierte nutzten die Gelegenheit, den 1.370 Meter langen Tunnel bei Küchen zu Fuß zu erkunden.

Beteiligt an dieser wichtigen Verbindung zwischen Hessen und Thüringen war auch die Leipziger Niederlassung der Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH, die in den letzten fünf Jahren ihren Aktionsradius Richtung Hessen ausgedehnt hat. An zwei der drei Bauabschnitte des Teilstücks hat Rädlinger mitgewirkt.

2 von 3 Bauabschnitten in Rädlinger-Hand

Für den Neubau des vierstreifigen Autobahnabschnitts zwischen Hessisch Lichtenau-Ost und Waldkappel-Hasselbach bewegte die Mannschaft von Rädlinger etwa 200.000 Kubikmeter Erdboden und verlegte mehr als 17 Kilometer Kabelleerrohre und Entwässerungsleitungen. Außer den Asphaltierungsarbeiten beinhaltete der Auftrag, ein Regenrückhaltebecken herzustellen und Hangstütz-, Irritationsschutz- und Lärmschutzwände sowie Überflughilfen für Fledermäuse zu errichten. In diesem Abschnitt unterquert der oben genannte Tunnel die Ortschaft Küchen. Die Abstimmung mit den Tunnelbaugewerken erforderte eine präzise Koordination der Nachunternehmen, um die Zwischentermine einzuhalten.

Beim Bau der Anschlussstelle Waldkappel-Ost war im Auftrag ebenfalls der Streckenbau sowie Erdbau-, Entwässerungs- und Oberbauleistungen enthalten. Zwei Kreisverkehre mit Auffahrtsrampen verbinden die Bundesstraße 7 mit der Autobahn. Auch in diesem Bauabschnitt errichtete das Team von Rädlinger ein Regenrückhaltebecken und verlegte Kabelschächte und Kabelleerrohre für Fernmeldekabel und Verkehrssteuerung. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten war in diesem Abschnitt ebenfalls die Bewegung von 200.000 Kubikmetern Erdboden notwendig.

Die Arbeiten für diese beiden von Rädlinger ausgeführten Bauabschnitte begannen Anfang 2015 und endeten im Herbst 2017.

Der Tunnel und acht neue Brücken prägen das neu eröffnete Teilstück der A44. Es soll den Verkehr mehrerer Bundesstraßen bündeln und dadurch die Lärmbelästigung für die Anwohner senken. Beim Bau spielte allerdings auch der Naturschutz eine bedeutende Rolle, da in dem sensiblen Naturraum Wildkatzen und geschützte Fledermausarten leben. Schutzzäune und Wälle verhindern Kollisionen mit den Fahrzeugen. Fledermäuse fliegen in ausreichender Höhe über die Zäune hinweg, größere Tiere queren auf vier Grünbrücken die Autobahn.