Neubau Wetterschutzhäuser
Beleuchtungsmasten
Quadratmeter Pflaster
Neubau Treppeneinhausungen
Fahrplanänderung – ein Wort, das Pendelnden oft den Schweiß auf die Stirn treibt. Am Bahnhof Eichenau waren diese Fahrplanänderungen aber aus einem guten Grund nötig: Es standen zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen an, um den Reisenden ihren Aufenthalt am Bahnhof zu erleichtern und angenehmer zu gestalten.
Bei dem Projekt wurden die beiden Bahnsteige auf einer Länge von jeweils 210 Metern saniert. Die Bahnsteige erhielten einen neuen Belag mit einem Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen. Neue Beleuchtung, Beschilderungen und Wetterschutzhäuser sollen den Aufenthalt am Bahnhof angenehmer gestalten. Zwei bereits bestehende Treppeneinhausungen wurden abgerissen, dafür wurden zwei Kopfbalken neu betoniert, um darauf neue Treppeneinhausungen montieren zu können. Auch eine Personenunterführung wurde modernisiert, der in die Jahre gekommene Fliesenspiegel wurde rückgebaut und erneuert.
„In den beiden Hitzeperioden im Juni und August wurden die beiden Bahnsteige auf höchstem Effizienz- und Qualitätsniveau termingerecht fertiggestellt.“

Der Bahnhof Eichenau ist ein wichtiger Pendlerbahnhof in den Großraum München und wird deswegen vor allem zu den üblichen Stoßzeiten morgens und abends stark frequentiert. Besonders wichtig war es deshalb, die Bauarbeiten termingerecht fertigzustellen. „Jeweils einen Tag nach Abschluss der Arbeiten konnte der Reisebetrieb wieder aufgenommen werden“, erzählt Bauleiter Benedikt Vogl. Dazu gab es für die beiden Bahnsteige jeweils eine Sperrzeit von zwei Wochen, in denen immer zehn Facharbeiter Tag und Nacht an der Baumaßnahme arbeiteten. Durch die kurze Bauzeit mussten etwa 90 Prozent der Bauleistung innerhalb dieser vier Wochen erledigt werden, daher wurde rund um die Uhr gearbeitet. Besonders wichtig war deswegen auch die exakte Arbeitsvorbereitung in Bezug auf Personalplanung, Materialdisposition und Geräteorganisation.
Die Modernisierungsarbeiten haben aber nicht nur für alle Zugreisenden einen Vorteil. Auch die Tierwelt kann sich über neue Unterschlupfmöglichkeiten freuen. So wurden im Zuge des Projekts etliche Eidechsenhabitate und ein Spatzenturm mit insgesamt zwölf Nistkästen erstellt.