Neubau der A72
bei Rötha

Bauzeit: 2021 - 2025

Baustelle A72 Rötha: Drohnenaufnahme
Portrait Göran Danz, Technischer Leiter, Rädlinger Straßen- und Tiefbau GbmH Markkleeberg
Göran Danz

Technischer Leiter Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH Markkleeberg

Portrait Alexander Welz, Kfm. Leiter Rädlinger Straßen- und Tiefbau GbmH Markkleeberg
Alexander Welz

Kfm. Leiter Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH Markkleeberg

1.000.000

Kubikmeter
Erdreich
bewegt

500.000

Kubikmeter
Boden mit Mischbindemittel
verbessert

250.000

Quadratmeter
Asphaltoberbau
hergestellt

4.000

Meter
Lärmschutzwände errichtet
(bis 10 m Höhe)

Vier Jahre Bauzeit, fünf Abschnitte, ein starkes Ergebnis! Nach über vier Jahren Bauzeit auf fünf Bauabschnitten ist das Großprojekt auf der A72 bei Rötha erfolgreich abgeschlossen – trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen.

Seit Anfang 2021 waren die JR Teams des Straßen- und Tiefbaus sowie des Ingenieurbaus beim größten Infrastrukturprojekt Sachsens im Einsatz – dem Neubau der A72 zwischen Leipzig und Chemnitz.

Bauarbeiten auf instabilem Untergrund

Die besondere Herausforderung dieses Projekts: Die neue Autobahntrasse verläuft durch ehemaliges Tagebauland. Der lockere, instabile Untergrund stellte hohe Anforderungen an Planung und Bauausführung. Um den Boden zu stabilisieren und späteren Setzungen der Trasse entgegenzuwirken, kamen großflächige Auflastschüttungen, Setzungsbauwerke sowie Spezialverfahren wie Rüttelstopf- und RSV-Säulen sowie Vertikaldrainagen zum Einsatz.

„Die Bodenverhältnisse haben uns einiges abverlangt. Durch umfangreiche Erd- und Spezialtiefbauarbeiten und die enge Abstimmung mit allen Projektbeteiligten konnten wir diese Herausforderungen aber sehr gut meistern.“

Göran Danz, Technischer Leiter Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH Markkleeberg

Auch die Dimensionen der Maßnahme sind beachtlich: Über eine Million Kubikmeter Erde wurde bewegt, 250.000 Quadratmeter Asphaltoberbau hergestellt und 4.000 Meter Lärmschutzwände errichtet – teils bis zu zehn Meter hoch. Fledermauszäune und Entwässerungssysteme gehörten zudem zu den Leistungen.

Baustelle A72 Rötha: fertige Spur und Brücke
Aktuelles

Michael
Kretschmer
besucht
Baustelle

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer informierte sich über den Baufortschritt und freute sich, dass die Baumaßnahmen trotz der schwierigen Bodenverhältnisse voll im Plan liegen.  

Straßenbau unter fließendem Verkehr

Ein weiterer Stolperstein war der dichte öffentliche Verkehr auf der Strecke, der während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden musste. Durch phasenweise Bauausführung und flexible Umplanungen gemeinsam mit dem Auftraggeber gelang es, die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Neubau A72 Rötha: Autobahnnetz von oben
Neubau A72 Rötha: Erdbau

Teamarbeit über Standorte hinweg

Bei dem Projekt, an dem im Schnitt rund 40 JR Mitarbeitende beteiligt waren, zeigte sich das perfekte Zusammenspiel der Standorte. Die Kolleginnen und Kollegen aus Markkleeberg verantworteten die Straßen- und Tiefbauarbeiten, das Team aus Selbitz brachte sein Know-how im Asphaltbau ein, während der Ingenieurbau aus Windorf die Lärmschutzwände und Fledermausschutzzäune realisierte.

„Das Ergebnis zeigt, wie stark unser Team auch unter schwierigen Bedingungen zusammenarbeitet“, so Projektleiter Martin Schreyl, der rückblickend sehr zufrieden mit dem Projektverlauf ist. Ende 2025 ist die Gesamtmaßnahme abgeschlossen, lediglich Restleistungen laufen noch bis ins erste Quartal 2026.