Tonnen Erdbewegung
Quadratmeter Böschungssicherung
Quadratmeter Spritzbeton
Ein JR Team bereitet das Baufeld für die westliche Anschlagwand des geplanten Tunnels an der Ortsumgehung zur B289 vor.
„Das letzte verbliebene Nadelöhr“, so bezeichnet das Staatliche Bauamt Bayreuth die B289 bei Kauerndorf zwischen Kulmbach und der A9. „Staus, Unfallhäufungen, Belastungen für die Anwohner, kein Schutz des Trinkwassers“, der Auftraggeber lässt kein gutes Haar an der derzeitigen Situation für Verkehrsteilnehmer und Anwohner.
Die Ortsumgehung für Kauerndorf wurde lange geplant und herbeigesehnt. Ein JR Team stellt derzeit das Baufeld für die westliche Anschlagwand des geplanten Tunnels her. Dabei werden in elf Monaten 400.000 Tonnen Erdreich bewegt. Nach dem Abtragen des Bodens wird dieser beprobt, gelagert und je nach Belastung in verschiedene Deponien transportiert. Die Digitalisierung hält auch bei diesem Projekt Einzug: Bei der Bodenentsorgung gibt es keine gedruckten Lieferscheine mehr. Digital und in Echtzeit werden nach der Wägung die Daten an alle Beteiligten verteilt.
Parallel zur Baufeldherstellung laufen abschnittsweise Böschungssicherungen mit 3D Gitterpaneelen und Bodennägeln sowie Entwässerungsarbeiten. Die Arbeiten im Wasserschutzgebiet stehen unter strengen Auflagen. Zusätzlich ist die Strecke nicht voll gesperrt, sondern für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) freigegeben. Bei den Arbeiten im eingeengten und straßennahen Baufeld gilt deshalb besondere Vorsicht.