Tanja, Fort- und Weiterbildungsbeauftragte der JR Verkehrsakademie

05.08.2026

Person steht in einem modernen Seminar- oder Schulungsraum zwischen Tischen und Stühlen. Im Hintergrund sind mehrere rechteckige Akustikpaneele an einer hellen Wand angebracht.

Tanja Scherr, Fort- und Weiterbildungsbeauftragte der JR Verkehrsakademie, gibt im Interview Einblicke in den Aufbau und die Entwicklung der Akademie, erzählt, wie sie Schulungen standortübergreifend organisiert, und welche Rolle Weiterbildung für die Zukunft des Unternehmens spielt.

Interviewer

Tanja, du bist seit einigen Jahren Teil von JR und hast die Entwicklung der Verkehrsakademie eng begleitet. Wie hast du diese Zeit erlebt?

Tanja

Ich bin seit über drei Jahren Teil von JR und durfte die gesamte Entwicklung unserer Verkehrsakademie begleiten, was ich besonders spannend finde. Anfang dieses Jahres sind wir weiter gewachsen: Neben unserem Geschäftsführer und Verkehrsleiter Christian Hitzler unterstützt uns hetzt unser neuer Fahrlehrer Michael Bauer. Zusätzlich übernimmt Johann Bierl vorrangig die verpflichtenden Nachtfahrten.

Interviewer

Was genau ist die JR Verkehrsakademie und welche Rolle spielt sie im Unternehmen?

Tanja

Sie ist weit mehr als eine klassische Fahrschule. Sie sorgt dafür, dass unsere Mitarbeitenden optimal für ihren Arbeitsalltag gerüstet sind. Dafür bieten wir verschiedene Führerscheine und Qualifikationen.

Darüber hinaus fungiert sie als zentrales Koordinationszentrum für alle Schulungsangebote bei JR. Dazu gehören unter anderem Erste-Hilfe-Kurse, Brandschutzschulungen sowie Pflicht- und Auffrischungslehrgänge. Für unsere Führungskräfte und Mitarbeitenden bedeutet das vor allem einen klaren Überblick über alle erforderlichen Schulungen, eine verlässliche Planung und automatische Erinnerungen an anstehende Verlängerungen.

Interviewer

Was genau gehört zu deinen Aufgaben?

Tanja

Ich kümmere mich vor allem um die Organisation der Fort- und Weiterbildungen. Das reicht von der Bearbeitung der Anträge bis hin zur Abstimmung mit externen Dozenten oder Bildungsstätten.

Viel passiert dabei im Hintergrund – koordinieren, planen, den Überblick behalten. Gerade im Winter ist viel los, da Baustellen wetterbedingt stillstehen. Dadurch finden dann die meisten Schulungen und Kurse statt.

Interviewer

Du arbeitest mit vielen Abteilungen zusammen. Wie sieht das konkret aus?

Tanja

Ich habe standortübergreifend mit ganz unterschiedlichen Bereichen Kontakt. Die geleisteten Schulungsstunden gebe ich zum Beispiel an die Lohnabrechnung weiter. Ohne die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Abteilungen und Standorten würde vieles nicht funktionieren. Es ist schön zu sehen, wie alles ineinandergreift.

Interviewer

Was sind die Schulungsangebote bei JR organisiert?

Tanja

Unsere Azubis können bei uns beispielsweise ihren PKW-Führerschein machen, inklusive aller Theorie und Praxisstunden. Im Winter bieten wir Schulungen für verschiedene Kräne, Gabelstapler und Module an. Für manche Themen, wie Erste-Hilfe-Kurse, laden wir externe Dozenten ein. Ab dem Frühjahr abreiten wir an neuen Schulungsplänen für den Winter, die ab dem Spätsommer buchbar sind.

Interviewer

Welche weiteren Programme bietet ihr an?

Tanja

Zum Beispiel den Bauleiterführerschein für unsere Jungbauleiter.. Gemeinsam mit meiner Kollegin Hannah Schambeck betreue ich verschiedene Module mit Themen wie Vermessung oder Abrechnung. Ziel ist es, unseren Nachwuchs praxisnah weiterzubilden, um die ineinandergreifenden Abläufe und Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen zu verdeutlichen.

Interviewer

Wenn du zurückblickst: Was hat sich seit deinen Anfängen verändert?

Tanja

Eine ganze Menge. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Tage in der Hauptverwaltung in Windischbergerdorf. Der Umzug ins Logistikzentrum nach Weiding kurze Zeit später war ein großer Schritt. Anfangs mussten sich Abläufe einspielen, aber heute ist vieles strukturierter. Ich kann sagen: Es geht in die richtige Richtung.

Interviewer

Was motiviert dich an deiner Arbeit besonders?

Tanja

Oft sind es die kleinen Momente. Wenn zum Beispiel ein Fahrschüler, der sich am Anfang ein bisschen schwergetan hat, am Ende stolz seine bestandene Prüfung in der Hand hält. Solche Erfolgserlebnisse bleiben hängen. Und natürlich die Entwicklung der Akademie insgesamt – das mitzuerleben, macht mich schon stolz.

Interviewer

Wie würdest du die Unternehmenskultur beschreiben?

Tanja

Trotz der Größe von 2.300 Mitarbeitenden ist JR sehr familiär geblieben. Man kommt schnell ins Gespräch, egal ob beim Mittagessen oder zwischendurch. Und wenn man Unterstützung braucht, findet man immer jemanden, der hilft. Das schätze ich sehr.

Interviewer

Gibt es auch Momente außerhalb des Arbeitsalltags, die dir besonders gefallen?

Tanja

Unsere Weihnachtsfeier ist für mich jedes Jahr ein Highlight. Dort trifft man viele Kolleginnen und Kollegen, mit denen man sonst telefoniert. Dieser persönlicher Austausch ist einfach etwas anderes.

Interviewer

Wie sieht dein Ausgleich nach der Arbeit aus?

Tanja

Ich gehe gerne wandern und bin viel draußen unterwegs. Außerdem besuche ich Functional-Fitness-Kurse und gebe selbst ein Mal pro Woche einen. Das macht mir Spaß und hilft mir, abzuschalten.

Interviewer

Zum Schluss: Worauf freust du dich in Zukunft?

Tanja

Ich bin gespannt, wie sich die Verkehrsakademie weiterentwickelt. Wir haben schon viel geschafft, gleichzeitig haben wir noch viele Ideen. Ich freue mich auf das, was noch kommt.