Der Satzdorfer See – Ein renaturiertes Naturparadies

Eine ehemalige Kiesgrube wird zu wichtigem Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

 Natur und Umwelt
Der renaturierte Satzdorfer See aus der Vogelperspektive.
Das Ufer des Satzdorfer Sees im Herbst.
Der teilweise zugefrorene Satzdorfer See im Winter.
Platz der Bewegung am Satzdorfer See.

Ein neuer See entsteht

Auf dem weitflächigen Grundstück nahe der Stadt Cham befand sich einst die erste Kiesgrube der Rädlinger Unternehmensgruppe. Nachdem die Kiesvorräte erschöpft waren, wurde der Kiesabbau im Jahre 1971 eingestellt und das Gelände seiner zweiten Bestimmung zugeführt: Es entstand der Satzdorfer See. Durch jahrelange erfolgreiche Rekultivierung konnte die gesamte Fläche schrittweise in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden. Bäume, Büsche und Hecken wurden angepflanzt und im See Fische eingesetzt. Ein beliebtes Naherholungsgebiet für Jung und Alt sowie ein wertvolles Biotop für die Natur entstand. Mit Rädlinger’s Natur und Freizeitpfad wurde der See für seine Besucher noch attraktiver und als Begegnungsstätte aufgewertet.

Ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Gräser und Pflanzen am Ufer des Satzdorfer Sees.
Vogelhaus in einem Baum am Satzdorfer See.

Heute bietet der Satzdorfer See manchen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, die ohne die neu entstandenen Wasserflächen hier nicht heimisch geworden wären. Dazu gehören eine ganze Reihe von Libellenarten, Fledermäuse, Biber, Nachtfalter, Tagfalter, Amphibienarten und Reptilien. Das Schilf, das zu den seltenen und bedrohten Lebensräumen gehört, verschönert nicht nur das Bild stehender Gewässer, es ist auch für viele Tier- und Pflanzenarten sowie für die Wasserqualität von großer Bedeutung.
Insekten, Spinnen und andere Kleintiere sind im Schilfröhricht so reichlich vorhanden, dass besonders Vögel hier ideale Voraussetzungen finden. Sie nutzen Schilfbestände als Brut-, Rast-, Sing- oder Schlafplatz, als Versteck und Jagdgebiet. Um die Brutmöglichkeiten für seltene Vogelarten zu erweitern, setzte Rädlinger ein Brutfloß in den See.

Amphibien wie Wasser- oder Seefrosch und Erdkröte finden hier ebenfalls ideale Bedingungen zum Ablaichen und Schutz für ihre Kaulquappen. Auch die Artenvielfalt an Fischen im Satzdorfer See ist groß. Weil der See aber weder einen natürlichen Zufluss noch einen Abfluss besitzt - er ist vom Grundwasser gespeist - muss der Fischbestand ständig durch Besatzmaßnahmen gestützt und erhalten werden.

Umweltaktion

Gruppenfoto der Freiwilligen, die sich um die Pflege des Satzdorfer Sees kümmern.

Jedes Jahr zum Saisonabschluss organisieren der Seewächter und das Unternehmen Rädlinger ein Treffen von oft über 100 Anglern und Mitgliedern der Wasserwacht. Zum Dank für ihre Hilfe bei der Pflege des Seegeländes während des Jahres wird dort eine kleine Feier ausgerichtet. Zuvor helfen allerdings alle zusammen, um Restarbeiten am Seeufer zu erledigen. Dabei wird das Gelände von Abfall und Unrat befreit, die Nistkästen werden kontrolliert und gesäubert sowie die Büsche und Bäume zurückgeschnitten.