Asphalt statt Beton: der Hafen Straubing-Sand geht neue Wege

Bauzeit: April 2024 - Juni 2025

Drohnenaufnahme des KV Terminal Hafen Straubing-Sand
Portrait Michael Eisenreich, Geschäftsführer Rädlinger Asphaltbau GmbH und Rädlinger Blauberg GmbH
Michael Eisenreich

Geschäftsführer Rädlinger Asphaltbau GmbH und Rädlinger Blauberg GmbH

Manchmal läuft ein Bauprojekt anders als geplant. Und genau das kann zum Erfolgsrezept werden – wie am Hafen Straubing-Sand, wo aus einer technischen Herausforderung ein Vorzeigeprojekt wurde: Statt Beton kam eine innovative Asphaltbauweise zum Einsatz.

Eigentlich war für das 18.500 Quadratmeter große Areal des KV-Terminals, auf der Container zwischen Bahn, Schiff und Lkw verladen werden, eine Betonfläche vorgesehen. Doch die extreme Belastung durch schwere Reach-Stacker und übereinander gestapelte Container machte ein Umdenken notwendig. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Schäfer Consult und Total Energies, ein Lieferant von Spezialprodukten für den Straßen- und Asphaltbau, entstand ein maßgeschneidertes Asphaltkonzept, das mit einem Spezialbindemittel umgesetzt wurde. Das Bindemittel ist mit Wachs modifiziert, um eine besondere Steifigkeit zu erreichen.

Aufnahme der Straße neben den Schienen des KV Terminal Hafen Straubing-Sand
Das Bauprojekt im Detail

Neue Umschlag-
anlage

Die Weichen sind gestellt: Im Hafen Straubing-Sand war JR als Generalunternehmer verantwortete JR den Bau einer hochmodernen Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr (KV-Terminal). Die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe hat sich in einer europaweiten Ausschreibung als Generalunternehmer durchgesetzt und realisierte das Großprojekt bis Mitte 2025. Der offizielle Spatenstich erfolgte im Mai 2024 unter Teilnahme von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der Deutschen Bahn.

Präzision beim Einbau

Der Einbau der Fläche durch das Team des JR Asphaltbaus erfolgte in zwei Etappen: Zuerst wurde im November 2024 die 14 Zentimeter dicke Tragschicht eingebaut, im Mai bzw. Juni 2025 schließlich die sechs Zentimeter dicke Deckschicht. Doch nicht nur die Materialien, auch die Sorgfalt beim Einbau machte den Unterschied: Temperaturmessungen, Schichtdickenkontrollen und ein spezielles Walzverfahren sorgten dafür, dass die Qualität stimmt. Mit Verdichtungswerten von über 99 Prozent wurde so eine robuste Fläche geschaffen, auf der auch in den kommenden Jahrzehnten die Container zuverlässig und sicher bewegt werden können.

Nachhaltig und zukunftsfähig

Die Entscheidung für die Asphaltbauweise war nicht nur technisch die richtige Entscheidung, sie punktet auch in Sachen Nachhaltigkeit. Der Ansatz erfüllt höchste Umweltstandards und enthält keine carbonathaltigen Zuschlagstoffe. Damit ist das KV-Terminal im Hafen Straubing-Sand nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig für die Zukunft aufgestellt.

Drohnenaufnahme des Gebäudes neben einer asphaltierten Straße des KV Terminal Hafen Straubing-Sand
Spatenstich Umschlagterminal Hafen Straubing-Sand: Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Wirtschaft, der Deutschen Bahn und vom Hafen Straubing-Sand beim Spatenstich
Weitere Informationen

Spatenstich für neues Umschlag-
terminal

Der offizielle Startschuss für die neue Umschlaganlage am Hafen Straubing-Sand ist gefallen. Die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe realisiert das Großprojekt als Generalunternehmer.

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