Deckenerneuerung der B85 im Herzen unseres Heimatlandkreises

Bauzeit: Juni - Juli 2025

Nahaufnahme einer Maschine bei der Deckenerneuerung auf der B85 in Cham
Portrait Michael Eisenreich, Geschäftsführer Rädlinger Asphaltbau GmbH und Rädlinger Blauberg GmbH
Michael Eisenreich

Geschäftsführer Rädlinger Asphaltbau GmbH und Rädlinger Blauberg GmbH

2.500

Tonnen Binder AC 16 B SG eingebaut

20

JR Mitarbeitende

2.500

Tonnen Splittmastix SMA 11 eingebaut

2,5

Kilometer neue Fugen hergestellt

25.000

Quadratmeter Deckschicht gefräst

11.000

Quadratmeter Binderschicht gefräst

Die Erneuerung der Nordfahrbahn der B85 zwischen den Anschlussstellen Cham-West und Cham-Süd war für das JR Team ein echtes Heimspiel.

Im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Regensburg erneuerte der JR Asphaltbau von Juni bis Juli 2025 die Asphaltdeckschicht sowie abschnittsweise die Binderschicht auf der stark befahrenen Bundesstraße 85 bei Cham. Auf der 2,3 Kilometer langen Fahrbahn wurden rund 25.000 Quadratmeter Deckschicht sowie 11.000 Quadratmeter Binderschicht abgefräst. Außerdem wurden etwa 2.500 Meter Fugen neu hergestellt.

Temperaturabgesenkter Asphalt im Einsatz

Anschließend erfolgte der Einbau von 2.200 Tonnen stetig gestuftem Binder AC 16 B SG und 2.500 Tonnen Splittmastixasphalt SMA 11 S. Der JR Asphaltbau setzte Letzteren erstmals als temperaturabgesenkten Asphalt um – eine umweltfreundlichere Alternative zum herkömmlichen Asphalt, da bei Herstellung und Einbau weniger Emissionen entstehen. Zudem fand in der neuen Binderschicht Recycling-Asphalt Wiederverwendung – ein weiterer Beitrag zur Ressourcenschonung im Straßenbau. Zur Qualitätssicherung kamen moderne digitale Verfahren wie flächendeckende Verdichtungskontrolle (FDVK) und Thermoscan zum Einsatz.

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Temperaturabgesenkter Asphalt

Diese Asphaltform stellt eine umweltfreundliche Alternative zum konventionellen Asphalt dar. Durch spezielle Zusätze kann er bei 120 bis 150 Grad Celsius verarbeitet werden statt bei 140 bis 190 Grad Celsius. Das senkt sowohl in der Herstellung als auch im Einbau den Energieverbrauch und die Emissionen, ohne die Haltbarkeit der Fahrbahn zu beeinträchtigen.

Nachtbaustelle und unerwartete Herausforderung

Gleich zu Beginn galt es, die Überleitung am Anschluss Cham-Süd unter hohem Verkehrsaufkommen zu realisieren, was nur im Rahmen einer Nachtbaustelle möglich war. Während der Arbeiten zeigte sich zudem, dass die Binderschicht in Teilen in deutlich schlechterem Zustand war als erwartet. Kurzfristig mussten der Bauablauf angepasst, zusätzliche Lkw-Sattel organisiert und die Wochenplanung umgestellt werden. Dank der schnellen Reaktion der Bauleitung und der Unterstützung der Disposition gelang es, diese Herausforderung ohne Verzögerungen zu meistern.

Zwei Großkolonnen arbeiten Hand in Hand

Dank enger Abstimmung und hervorragendem Zusammenspiel der Teams konnte das Projekt innerhalb der Bestzeit von nur einem Monat erfolgreich abgeschlossen werden. Beim Einbau kamen die beiden Großkolonnen des JR Asphaltbaus mit insgesamt 20 Mann und zwölf Lkw zum Einsatz. Bauleiter Stephan Peinkofer betont: „Die enge Zusammenarbeit zwischen den Kolonnen – aber auch mit dem Auftraggeber – war entscheidend dafür, dass das Projekt reibungslos und pünktlich umgesetzt werden konnte.“

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