Neubau des Johannes Kepler Building, OTH Regensburg

Bauzeit: 2025 - 2027

Luftaufnahme eines mehrgeschossigen Labor- und Bürogebäudes im Bau. Das Gebäude befindet sich auf einem umzäunten Baustellengelände und ist von weiteren Gebäuden sowie herbstlich gefärbten Bäumen umgeben.
Portrait Franz Meindl, Architekt und Stadtplaner, Geschäftsführer Josef Rädlinger Architektur GmbH
Franz Meindl

Architekt und Stadtplaner, Geschäftsführer Josef Rädlinger Planungs GmbH

Portrait Markus Heigl, Geschäftsführer Josef Rädlinger Fertigteile GmbH, Bereichsleiter Infrastruktur Regional / Hochbau, Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH
Markus Heigl

Geschäftsführer Josef Rädlinger Fertigteile GmbH, Bereichsleiter Infrastruktur regional / Hochbau

25

JR Mitarbeitende

1.500

Kubikmeter verbauter Beton

81

Verdrängungsbetonsäulen

2.000

Quadratmeter Fläche Sichtbeton (SB3)

Vom Fundament bis zur Gebäudeautomation: Mit dem Neubau des Johannes Kepler Building of International Services an der OTH Regensburg bündelt JR sein gesamtes Know-how im Schlüsselfertigbau unter einem Dach.

Am Campus der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg entsteht im Auftrag des Freistaats Bayern ein neues Hochschulgebäude, das innovative Architektur, modernste Technik und nachhaltige Bauweise vereint: das Johannes Kepler Building of International Services. JR übernimmt als Totalunternehmer die schlüsselfertige Umsetzung und liefert sämtliche Leistungen aus einer Hand – vom Hochbau über die Planung durch das hauseigene Architekturbüro bis hin zur Elektroinstallation und Gebäudeautomation. So werden kurze Wege, effiziente Abläufe und höchste Qualitätsstandards sichergestellt.

Architektur im Einklang mit dem Campus

Der dreigeschossige Neubau liegt am zentralen Zugang zum Campus und fügt sich dank seiner Hybridbauweise in Stahlbeton und Holz harmonisch in das Umfeld ein. Westlich schließt ein Verwaltungsgebäude mit Holzfassaden an, nördlich das Studierendenhaus in Sichtbeton. Das Gebäude bietet damit nicht nur Raum für internationale Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten, sondern setzt auch städtebaulich und architektonisch neue Akzente.

Innenraum eines im Bau befindlichen Gebäudes mit Sichtbetonwänden, bodentiefen Fenstern, sichtbaren Lüftungsleitungen und vorbereiteten Elektroanschlüssen. Durch die Fenster fällt Tageslicht in den großzügigen Raum.
Update im Herbst 2026

Innenausbau auf der Zielgeraden

Nachdem Tragwerk und Gebäudehülle des Johannes Kepler Building of International Services an der OTH Regensburg fertiggestellt sind, konzentrieren sich die Arbeiten nun auf den Innenausbau. Die Rohinstallationen für Elektro- und Haustechnik, Estricharbeiten sowie Trockenbauwände sind bereits abgeschlossen.

Aktuell werden Decken, Bodenbeläge, Systemtrennwände und hochwertige Innenwandverkleidungen aus Eiche montiert. Im Frühjahr 2027 wird das neue Zentrum für internationale Services an der OTH Regensburg dann bezugsfertig sein.

Nachhaltigkeit im Detail

Das dreigeschossige Gebäude mit einer Nutzfläche von circa 1.100 Quadratmetern erfüllt höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Es wird in Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise errichtet und entspricht dem Passivhausstandard. Die Gründung erfolgt über Verdrängungsbohrpfähle, das Gebäude nutzt Erdwärmesonden und eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für effiziente Energieversorgung. Bei der vorgehängten, hinterlüfteten Rhombus-Holzfassade sowie den Pfosten-Riegel-Konstruktionen aus Holz wird auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und extensive Begrünung runden das nachhaltige Konzept ab.

„Bei der Planung und Ausführung dieses Projekts bündeln wir unsere Kompetenzen und realisieren den gesamten Bauprozess aus einer Hand – eine Stärke, die unsere Leistungsfähigkeit und Zusammenarbeit eindrucksvoll unterstreicht.“

Michael Stangl, Projektleiter Hochbau

Modernste Ausstattung für Lehre und Forschung

Neben der energieeffizienten Bauweise besticht das Johannes Kepler Building durch hohen Gestaltungsanspruch und technische Raffinessen: Sichtbeton für Innen- und Außenwände sowie spezielle Sonderräume wie ein Filmstudio und ein Virtual-Reality-Raum mit modernster technischer Ausstattung machen das Gebäude zu einem multifunktionalen Zentrum für internationale Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten. Das beengte Baufeld, eingebettet zwischen Bestandsgebäuden und altem Baumbestand, stellten dabei besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung.

Digitale Planung im Einsatz

Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts ist die Nutzung modernster digitaler Planungstools: Mit BIM (LOIN 400) werden Bauabläufe präzise geplant, koordiniert und visualisiert – für maximale Effizienz, Transparenz und Qualitätssicherung in allen Leistungsphasen.

Detailansicht der Fassade des Johannes-Kepler-Buildings mit dunkler Holzverkleidung, außenliegenden Stahlstützen und umlaufenden Wartungsstegen. Im Hintergrund sind herbstlich gefärbte Bäume zu sehen.
Außentreppe des Johannes-Kepler-Buildings mit Sichtbetonkern, dunkel verkleideten Treppenläufen und Stahlgeländern. Die Aufnahme zeigt die markante Konstruktion aus der Untersicht.
Innenraum des Johannes-Kepler-Buildings im fortgeschrittenen Ausbauzustand mit Holzverkleidungen, Glastrennwänden, bodentiefen Fenstern und sichtbaren Installationen an der Decke. Tageslicht fällt durch die Fenster auf den offenen Raum.
Mehrgeschossiges Labor- und Bürogebäude während der Bauphase mit dunkler Fassadenverkleidung, umlaufenden Stahlstützen und Baustelleneinrichtung im Außenbereich.

Besonderheiten des Projekts

  • beengtes Baufeld neben Bestandsgebäuden und altem Baumbestand

  • hoher Gestaltungsanspruch und innovative Architektur

  • Passivhausstandard in Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise

  • Außen- und Innenwände als Sichtbeton (SB3)

  • Gründung mittels Verdrängungsbohrpfählen

  • Erdwärmesonden und Sole-Wasser-Wärmepumpe für nachhaltige Energieversorgung

  • Sonderräume wie Filmstudio und Virtual-Reality-Raum mit entsprechender technischer Ausstattung

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