Mitarbeitende (ARGE JR-Stutz)
Kubikmeter Oberbodenabtrag
km Kunststoffrohre für Entwässerung
km Stahlbetonrohre für Entwässerung
Tonnen Natursteinblöcke
Kubikmeter Erdabtrag in Einschnitten
km Schlitzrinne im Tunnel
Die Autobahn 44 wächst – und mit ihr eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Zwischen Sontra-West und der Talbrücke Riedmühle entsteht mit dem Tunnel Holstein ein 1,65 Kilometer langes Bauwerk. Mit von der Partie: die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe.
Die A44 zwischen Kassel und Herleshausen ist ein Schlüsselstück der Verkehrsanbindung zwischen Ruhrgebiet, Kassel und Dresden. Als Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 15 schließt sie eine wichtige Lücke im Netz der Bundesautobahnen.
Im Bauabschnitt 4.1 – südlich der Anschlussstelle Sontra-West – verläuft die Trasse durch den rund 460 Meter hohen Berg Holstein. Um dessen westliche Ausläufer zu unterqueren, wird der Tunnel Holstein mit einer Länge von rund 1,65 Kilometern aufgefahren. Ergänzt wird das Bauwerk durch Betriebsgebäude, Lüftungstrennwände, Löschwasser- und Auffangbecken sowie umfangreiche Verkehrsanlagen.

Mit dem Tunnel Holstein entsteht nicht nur ein neues Stück Autobahn – es wächst auch ein Bauwerk, das sich durch Teamarbeit auszeichnet. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2030 arbeitet die DACH-ARGE – bestehend aus vier Firmen – an der Projektumsetzung. JR übernimmt dabei mit der Firma Stutz den Streckenbau, die Firmen BEMO TUNNELLING und SUBTERRA den Tunnelbau.
Das Projekt ist durch besondere Rahmenbedingungen geprägt. So erfordert die geologische Komplexität im Tunnelbau aufgrund der Karstgebiete spezielle Baugrundverbesserungen. Hinzu kommt, dass die Bauabschnitte für Nord- und Südstrecke getrennt voneinander verlaufen müssen, was eine parallele Abwicklung notwendig macht. Erschwert wird die Umsetzung zudem durch die räumlich sehr begrenzten Flächen, die kaum Platz für Zwischenlagerungen bieten. Der Schlüssel, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, ist die enge Zusammenarbeit innerhalb der ARGE. Jeder der vier Partner bringt dabei seine Stärken ein – nur so kann die erfolgreiche Projektumsetzung gelingen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf ressourcenschonendem Bauen. So wird der beim Tunnelbau gewonnene Kalkstein direkt vor Ort zu Frostschutzmaterial aufbereitet und im Streckenbau wiederverwendet. Mit mobilen Brecher-, Sieb- und Dosieranlagen wird so ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet – bei gleichzeitiger Reduktion von Transporten und Emissionen.
„Der Erfolg dieses Großprojekts beruht auf der starken Zusammenarbeit innerhalb der ARGE. Jeder Partner bringt seine Stärken ein – genau das ermöglicht die erfolgreiche Projektabwicklung.“
Ingenieurbauwerke: u. a. Unterführungen, Fundamente für Stützwände, Kollisionsschutzzäune, Lüftungstrennwände Tunnel
Erdarbeiten und Baugrund: u. a. Voreinschnitte Tunnel Holstein, Böschungssicherungen, Erdbau-, Entwässerungs- und Oberbauleistungen, Erdbau-Vorleistungen, Baugrundverbesserung in Karstgebieten
Wasser- und Entwässerungsanlagen: u. a. Regenrückhaltebecken, Retentionsbodenfilterbecken, Löschwasserbecken und Auffangbecken, Anlagen zur temporären Wasserhaltung
Tunnel-Nebenanlagen: u. a. Betriebsgebäude Tunnel Holstein
Betriebs- und Serviceeinrichtungen: u. a. Winterdienststützpunkt, Streugutsilos, Solelagertanks inkl. Pumpstation, Betriebsgebäude und Fahrzeughalle
Temporäre Baustraßen und Rampen