Neue Betonfahrbahn für die A9 am Bindlacher Berg

Bauzeit: Mai 2025 - Oktober 2025

Baustellenfahrzeuge auf der frisch betonierten Fahrbahn der A9 mit JR Baustellenschild im Vordergrund
Portrait Thomas Brandl, Technischer Leiter Verkehrswegebau, Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH
Thomas Brandl

Technischer Leiter Verkehrswegebau

6.000

Kubikmeter Oberbodenabtrag

16.000

Bankett- und Bodenabtrag

2.500

Meter Stahlbetonschlitzrinnen

80.000

Quadratmeter Asphalttragschicht

10.500

Quadratmeter Asphaltdeck- und binderschicht

65.000

Quadratmeter Betonfahrbahn

7.000

Kubikmeter Verfüllung Betonleitwände

Zwischen der Anschlussstelle Bayreuth-Nord und dem Kulmbacher Dreieck erfolgte die Erneuerung eines rund fünf Kilometer langen und steilen Abschnitts der stark befahrenen Bundesautobahn A9.

Im Zuge dieser Erhaltungsmaßnahme wurde die alte Asphaltfahrbahn ausgebaut, verbreitert und durch eine neue, besonders langlebige Betonfahrbahn ersetzt. Gleichzeitig wurden die Entwässerungssysteme angepasst und mehrere Bauwerke entlang der Strecke saniert, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Autobahn zu gewährleisten. Die Bauarbeiten starteten im Mai 2025 und konnten bereits im Oktober desselben Jahres abgeschlossen werden. Rund 30 JR Mitarbeitende waren auf der Baustelle im Einsatz. JR arbeitete dabei im Rahmen einer ARGE eng mit der Berger Bau SE zusammen, die Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH und der JR Ingenieurbau waren ebenfalls an der Maßnahme beteiligt.

Neues Brückenbauwerk auf temporären Stützen über der A9
A9 Netzwerkbogenbrücke

Stahlüberbau erfolgreich eingehoben

Anfang März 2026 wurde der Stahlüberbau der neuen Autobahnüberführung über die A9 bei Bindlach erfolgreich aus der seitlichen Behelfslage in seine endgültige Position gebracht. Der Verschub des rund 100 Meter langen Bauwerks erfolgte mittels SPMT und Hubanlagen über der voll gesperrten A9. Eine Schlüsselrolle beim Einfahren der neuen Netzwerkbogenbrücke spielte die Josef Rädlinger Ingenieurbau GmbH. Mit einem erfahrenen Team und dem präzisen Zusammenspiel von Spezialgerät und Kolonnen konnte der Stahlüberbau passgenau auf die vorbereiteten Widerlager geschoben und gehoben werden – und das innerhalb eines engen Sperrzeitfensters.

Umfangreiche Arbeiten im Detail

Die Arbeiten waren umfangreich und anspruchsvoll: Insgesamt wurden 6.000 Kubikmeter Oberboden und 16.000 Kubikmeter Bankett- und Bodenmaterial abgetragen. Zudem kamen 2.500 Meter Stahlbetonschlitzrinnen zum Einsatz, 80.000 Quadratmeter Asphalttragschicht und 65.000 Quadratmeter Betonfahrbahn wurden eingebaut. Ergänzend wurden 10.500 Quadratmeter Asphaltdeck- und Binderschicht hergestellt und die Grundlage für 7.000 Laufmeter Betonleitwände geschaffen.

Neu betonierte Fahrbahn der A9 am Bindlacher Berg

Herausforderungen auf der Strecke

Die kurze Bauzeit und die präzise Abstimmung der Arbeitsschritte stellten besondere Herausforderungen dar. Der alte Asphalt musste millimetergenau gefräst werden. Währenddessen erfolgte eine kontinuierliche Vermessung, um die Genauigkeit der Arbeiten sicherzustellen. Ein Großteil des Abschnitts liegt zudem im Wasserschutzgebiet, was besondere Anforderungen an die Materialwahl und die Betankung der Maschinen stellte.

Nachhaltigkeit und digitale Unterstützung

Die neue Betonfahrbahn überzeugt auf Autobahnen durch ihre deutlich längere Lebensdauer im Vergleich zur bisherigen Asphaltdecke, und das beim Ausbau anfallende Material wurde ressourcenschonend wiederverwendet. Unterstützt wurde das Team dabei von der digitalen Projektsteuerung über JR BauControl, die nicht nur alle Abläufe transparent dokumentierte, sondern auch die Koordination sämtlicher Arbeitsschritte erheblich erleichterte.

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