Die Grunderneuerung der A72 zwischen Zwickau-Ost und -West war ein echtes Mammutprojekt. Innerhalb von nur acht Monaten entstand eine rundum modernisierte Fahrbahn, die künftig mehr Platz, Sicherheit und Langlebigkeit bietet.
Ziel der Maßnahme war es, die Autobahn zukunftsfähig zu machen, indem die Fahrbahn von 11,5 Meter auf 12,5 Meter verbreitert und die Bestandsentwässerung ersetzt wurde. Außerdem erfolgte ein vollständiger Austausch der Asphaltbefestigung im Tiefeinbau.
Insgesamt arbeiteten rund 40 Mitarbeitende auf der Baustelle, die schon Anfang Dezember fertiggestellt wurde. Dies gelang nur durch eine perfekte Abstimmung mit den Projektbeteiligten und eine hohe Einsatzbereitschaft des Baustellen-Teams.
Quadratmeter Asphalt
Meter Entwässerungskanäle
Meter Kabelstrecke
Quadratmeter Lärmschutzwände
Eine der größten Herausforderungen war die fehlende Lagerfläche für Aushubmaterial und Baustoffe. Das Projektteam reagierte flexibel und organisierte geeignete Flächen außerhalb des Baufelds, unter anderem durch Kooperationen mit Fuhrunternehmen und Lieferanten. Dabei war auch ein bisschen Kreativität gefragt. Eines der Baulager wurde beispielsweise im sogenannten „Christbaumland“ der Familie Roder eingerichtet.
Im Zuge der Grunderneuerung wurden zahlreiche bauliche Maßnahmen umgesetzt, die das Projekt zu einem echten Kraftakt machen. So erfolgte die Verbreiterung von vier Brückenbauwerken, während gleichzeitig rund 53.000 Quadratmeter Asphalt aus- und wieder eingebaut wurden. Auch die Entwässerung wurde vollumfänglich erneuert: Insgesamt 3.500 Meter Entwässerungskanal wurden zurückgebaut und neu verlegt. Ergänzt wurde dies durch den Neubau eines Regenrückhaltebeckens mit einem maximalen Volumen von 470 Kubikmetern im Havariefall.
Auch die technische Infrastruktur wurde erweitert. 2.000 Meter Kabelstrecke wurden neu gebaut. Im Bereich der Lärmschutzwände wurden 800 Quadratmeter der bestehenden Elemente ausgebaut, gelagert, aufbereitet und wieder eingebaut. Zusätzlich entstanden 1.000 Quadratmeter komplett neue Wandflächen. Die 127 vorhandenen Pfosten wurden gereinigt, gestrahlt und in vier Arbeitsschritten neu beschichtet.
„Das Projekt war in vielerlei Hinsicht besonders: Die enge Zeitplanung, die logistischen Herausforderungen und die parallele Koordination mit anderen Gewerken fordern unser Team.“
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Umweltfreundlichkeit: Der Einbau von temperaturabgesenktem Asphalt reduziert den Energieverbrauch und die Emissionen auf der Baustelle. Im Projekt wird ein ressourcenschonender Ansatz verfolgt, der unter anderem vorsieht, dass das anfallende Ausbaumaterial wieder Verwendung findet.
Die Bauarbeiten schreiten zügig voran. Schritt für Schritt entsteht ein modernisierter Autobahnabschnitt, der den Verkehr langfristig sicherer und komfortabler machen wird.