Quadratmeter Wurzelstöcke roden
Kubikmeter Oberbodenarbeiten
Kubikmeter Bodenbewegung
Kubikmeter Bodenverbesserung durch Kalk/Zement
Quadratmeter geosynthetische Tondichtungsbahn
Kubikmeter Frostschutzschichten
Zwischen Rötz und der Landkreisgrenze Cham/Schwandorf baut JR die Staatsstraße St2150 auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern neu aus.
Die Arbeiten finden in der Wasserschutzgebietszone 2 der Stadt Rötz statt und stellen deshalb besondere Anforderungen an den Bauablauf. Seit März 2026 arbeitet das durchschnittlich zwölfköpfige JR Team an dem zweiten Bauabschnitt. Bis Dezember 2026 soll die neue Straße fertiggestellt sein. Neben dem Straßen- und Erdbau gehören auch Kabelbauarbeiten für Bayernwerk, die Telekom und die Digitale Infrastruktur Cham zum Projekt.
Beim Ausbau gelten die Vorgaben der RiStWag, den Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten. Ein wichtiger Bestandteil ist eine rund 21.000 Quadratmeter große geosynthetische Tondichtungsbahn unter dem neuen Straßenkörper. Sie verhindert, dass wassergefährdende Stoffe in den Untergrund gelangen können. Zudem entstehen beidseits der neuen Fahrbahn insgesamt rund 5,8 Kilometer Sicker- und Entwässerungsleitungen. Dazu kommen 58 Fertigteilschächte und 53 Straßenabläufe.
Für die Baustellenfahrzeuge gelten ebenfalls besondere Regeln. Die Geräte werden täglich gewartet und müssen die Schutzzone jeden Tag verlassen. Betankt werden dürfen sie dort nicht. Zusätzlich stehen Havariestationen bereit, um bei einem möglichen Ölunfall schnell reagieren zu können.

Im Zuge des Ausbaus werden rund 35.000 Kubikmeter Boden bewegt. Ein Teil davon wird durch die Zugabe von Kalk und Zement verbessert und anschließend wieder eingebaut. Dadurch müssen diese Böden nicht abtransportiert und durch neues Material ersetzt werden. Gleichzeitig werden rund 5.500 Tonnen teerhaltiger Straßenaufbruch und etwa 8.000 Tonnen belasteter Straßenkoffer ausgebaut und fachgerecht entsorgt. Der pechhaltige Straßenaufbruch wird zur thermischen Verwertung nach Rotterdam transportiert.
„Die St2150 war durch das Wasserschutzgebiet und die besonderen Anforderungen an Boden und Sicherheit eine anspruchsvolle Baustelle. Umso mehr freut es mich, wie zuverlässig und engagiert unser Team vor Ort die Herausforderungen gemeistert hat.“
Eine weitere Besonderheit ist eine 110-Kilovolt-Leitung, die über das Baufeld führt. Für die Erdarbeiten sowie den Einbau der Frostschutz- und Asphaltschichten mussten deshalb zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Höhenkontrollen und eine entsprechende Detailplanung stellen sicher, dass die Baumaschinen ausreichend Abstand zur Leitung halten. Auch bei der Ausführung setzt das Team auf digitale Unterstützung: Raupe, Mobilbagger und Kettenbagger werden GPS-gesteuert eingesetzt.

Für die neue Fahrbahn werden rund 11.000 Quadratmeter Asphalt eingebaut. Dabei kommt Niedrigtemperaturasphalt zum Einsatz, der mit geringen Temperaturen gemischt wird. Neben der Fahrbahn entstehen neue Zufahrten, Randeinfassungen und Bankette.
Bis Dezember 2026 soll der zweite Bauabschnitt der St2150 abgeschlossen sein. Dann ist die Staatsstraße zwischen Rötz und der Landkreisgrenze wieder vollständig ausgebaut und an die angrenzenden Zufahrten neu angebunden.